Der Kindesunterhalt

Unterhalt für Kinder ist in der familienrechtlichen Praxis, einer der wichtigsten Themenbereiche. Dies folgt bereits aus der Tatsache, dass der Gesetzgeber dem Unterhalt für Kinder eine Vorrangstellung einräumt.


Obwohl die Höhe des Kindesunterhalts in der Düsseldorfer Tabelle bereits seit Anfang der 1960er Jahre oberlandesgerichtlich bundesweit standardisiert ist, ergeben sich in jedem individuellen Fall häufig komplexe Streitfragen.


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Kindesunterhalt als Teil der familienrechtlichen Unterhaltsverpflichtungen

Familienmitglieder schulden sich untereinander Unterhalt, sofern einzelne Beteiligte bedürftig sind. Minderjährige Kinder haben regelmäßig keine eigenen Einkünfte und müssen daher grundsätzlich von ihren Eltern unterhalten werden. In der intakten Familie, in der die Kinder mit beiden Elternteilen leben, regelt sich die Unterhaltsfrage normalerweise im Rahmen des Gesamtfamilienunterhalts.

Im Falle von Trennung, Scheidung aber auch beim Auszug volljähriger Kinder, die etwa studieren, kann ein Anspruch auf Barunterhalt entstehen.
Dieser richtet sich bei Trennung und Scheidung gegen den nicht mit Kind ständig in einem Haushalt lebenden Elternteil, bei den volljährigen Kindern gegen beide Eltern.

Berechnung von Kindesunterhalt

Die Düsseldorfer Tabelle regelt die Unterhaltsgrößen nach Altersgruppen und nach der Anzahl von Kindern einheitlich. Dabei wird auf der Einkommensseite das sogenannte unterhaltsrelevante Netto-Einkommen des Unterhaltsverpflichteten zugrunde gelegt.

Dieses durch bestimmte Abzüge oder Zuschläge bereinigte Einkommen wird aber nur bis zum Selbstbehalt für die Unterhaltsberechnung verwendet. Dabei gilt für den Kindesunterhalt eine geringere Limitierung des für Unterhaltsansprüche zur Verfügung stehenden Betrages als für andere Unterhaltsansprüche. Kindesunterhalt ist wichtig, der Barunterhaltsverpflichtete muss sich gegebenenfalls mit dem absolut notwendigen Eigenbedarf zufrieden geben.

Gesteigerte Erwerbsobliegenheiten und Mangelfall

Den Barunterhaltsverpflichteten treffen außerdem beim Unterhalt für das Kind unter Umständen erhöhte Pflichten bei dem Bemühen um ein höheres Einkommen. Dies ist insbesondere in Mangelfällen relevant, in denen das Einkommen des Unterhaltsverpflichteten nicht ausreicht, um alle Unterhaltsverpflichtungen zu erfüllen. Häufig sind neben dem Kindesunterhalt in diesen Fällen auch Unterhaltsansprüche der ehemaligen Ehefrau zu befriedigen.

Kindesunterhalt geht in diesen Fällen stets vor. Das ist etwa auch der Fall, wenn neben dem Kind aus einer ersten geschiedenen Ehe ein weiteres Kind aus einer neuen Verbindung unterhalten werden muss. Hier muss unter Umständen der Anspruch auf Ehegattenunterhalt der ersten Frau hinter dem Unterhalt für beide Kinder zurücktreten.

Unterhaltsvorschuss nach dem Unterhaltsvorschussgesetz (UVG)

Obwohl der Verstoß gegen Unterhaltsverpflichtungen strafrechtlich sanktioniert ist, kommen viele Barunterhaltspflichtige ihren Pflichten nicht oder nur unregelmäßig nach. Betroffene Elternteile können einen Unterhaltsvorschuss von staatlicher Seite in Anspruch nehmen. Dieser wird ab 1. Juli 2017 für Kinder bis zum 18. Lebensjahr gezahlt (vorher nur bis zum 12. Lebensjahr und auf 6 Jahre begrenzt). Auf Hartz4- Leistungen wird dieser Unterhalt verrechnet.

Der Unterhaltsverpflichtete ist mit der staatlichen Unterstützung seines Kindes nicht von seiner Verpflichtung diesem gegenüber befreit. Deshalb heißt diese Leistung auch Vorschuss. Es wird nun von staatlicher Seite versucht werden, das Geld bei ihm zurückzuholen.

Das ist häufig wirkungsvoller, da mit entsprechenden Verwaltungsakten gearbeitet werden kann. Niemand sollte daher seine Barunterhaltsverpflichtung auf die leichte Schulter nehmen.

Kindesunterhalt ist sehr komplex

Ohne anwaltliche Beratung finden sich regelmäßig sowohl Unterhaltsberechtigte als auch Unterhaltsverpflichtete beim Thema Kindesunterhalt kaum zurecht. Auch Fragen wie Mehr- und Sonderbedarf sowie die Berechnung des unterhaltsrelevanten Einkommens werden häufig streitig.

Hier bietet die Kanzlei Hecker-Buschkamp nicht nur qualifizierte familienrechtliche Beratung im Raum Bielefeld an, sondern auch gerichtliche und außergerichtliche Vertretung bei Geltendmachung/Abwehr von Ansprüchen auf Kindesunterhalt.

Kanzlei Hecker- Buschkamp Bielefeld

Die Rechtsanwaltin Petra Hecker-Buschkamp führt sich sicher und erfahren durch unterhaltsrechtliche Rechtsstreitigkeiten. Kindesunterhalt ist regelmäßig eine existenzielle Frage für die Unterhaltsberechtigten. Warten Sie deshalb nicht zu, bevor Sie sich anwaltlicher Hilfe bedienen, damit Sie Ihren Lebensunterhalt bestreiten können.