Gemeinsames Sorgerecht

Der Gesetzgeber sieht es seit einigen Jahren als Regelfall ein, dass Eltern die elterliche Sorge gemeinsam ausüben. Das ist nicht immer einfach, wenn etwa im Rahmen von Trennung und Scheidung Auseinandersetzungen zwischen den Elternteilen entstehen. Dennoch verlangt der Gesetzgeber auch in diesen Fällen von den Eltern, dass sie sich ihrer Verantwortung gegenüber dem gemeinsamen Kind weiterhin stellen, selbst wenn sie sich trennen.

Das alleinige Sorgerecht gilt als Sonderfall. Unter bestimmten Umständen kann es von einem Elternteil beantragt werden kann. In der Kanzlei Hecker-Buschkamp in Bielefeld finden Sie kompetente und erfahrene Ansprechpartner zu allen Fragen des gemeinsamen Sorgerechts.

Gemeinsames Sorgerecht - was müssen Eltern allgemein wissen?

Früher einmal sprach das Gesetz von der elterlichen Gewalt. Heute geht es um die elterliche Sorge. Der Unterschied ist nicht nur ein sprachlicher. Vielmehr geht die Gesetzgebung inzwischen davon aus, dass die elterliche Sorge im Sinne eines verpflichtenden Dienens gegenüber dem Kind zu verstehen ist.

Es geht also nicht um bloße Machtausübung. Formalrechtlich umfasst die elterliche Sorge die Person-Fürsorge und die Sorge für das Vermögen des Kindes. Ausfluss der elterlichen Sorge ist auch das sogenannte Aufenthaltsbestimmungsrecht. Die Sorgeberechtigten bestimmen den Aufenthaltsort des Kindes. Dabei geht es regelmäßig um den Wohnsitz oder aber auch den tatsächlichen Aufenthaltsort. Gemeinsames Sorgerecht heißt, dass die Eltern eine gemeinsame Willensbildung in Bezug auf die elterliche Sorge leben. Dabei geht es sowohl um viele kleine Entscheidungen im Alltag, als auch sehr erhebliche und folgenreiche Entscheidungen wie zum Beispiel die Wahl der Schule.

Gemeinsames Sorgerecht - welche Rechte und Pflichten haben Eltern?

Üben die Eltern gemeinsam die elterliche Sorge aus, bestimmen sie gemeinsam über die Geschicke des Kindes. Das Kind soll dabei zu einem selbstständigen und verantwortungsvollen Menschen entwickelt werden. Die elterliche Sorge erfolgt deshalb nicht dem Eigennutz der Eltern, sondern orientiert sich an dem Kindeswohl. Der Gesetzgeber geht dabei von dem Leitbild einer partnerschaftlichen Erziehung aus. Diese umfasst auch, dass dem Kind mit steigendem Lebensalter immer mehr Selbstständigkeit eingeräumt wird. 

Führen die Elternteile eine Ehe, entsteht das gemeinsame Sorgerecht automatisch. Bei nichtehelichen Kindern wird ein gemeinsames Sorgerecht dann begründet, wenn die Elternteile ihren Willen zur Ausübung desselben erklären oder wenn das Familiengericht ihnen auf Antrag das Sorgerecht gemeinsam überträgt. 

Eine Trennung oder Scheidung führt nicht zur Aufhebung des gemeinsamen Sorgerechts. Gemeinsames Sorgerecht erlischt dann, wenn einer der Sorgeberechtigten verstirbt. Es kann auch dann in ein alleiniges Sorgerecht übergehen, wenn ein Elternteil einen entsprechenden Antrag auf Übertragung der alleinigen elterlichen Sorge stellt.

Kanzlei Hecker-Buschkamp - Ihre Experten für gemeinsames Sorgerecht

Ich stehe Ihnen in Sachen gemeinsames Sorgerecht beratend und vertretend, außergerichtlich wie gerichtlich zur Verfügung. Gleich, ob es um die Beantragung eines gemeinsamen Sorgerechts bei nichtehelichen Kindern geht oder um die Auflösung des gemeinsamen Sorgerechts. Ich stehe gleichermaßen engagiert, umsichtig und erfahren an Ihrer Seite. Dabei liegt mir das Wohl des Kindes besonders am Herzen.