Sorgerecht

Die elterliche Sorge - das Sorgerecht - ist ein Teil des Familienrechts. Eng verbunden mit der sorgerechtlichen Thematik im Familienrecht ist das Umgangsrecht, welches allerdings auch unabhängig von der Inhaberschaft der elterlichen Sorge beansprucht werden kann. Besonders im Zuge von Trennungen sowie Scheidungen entfalten Umgang und Sorgerecht ein erhebliches Konfliktpotential


Aufgrund der einschneidenden faktischen wie emotionalen Folgen von Streitigkeiten in sorgerechtlichen Fragen für alle Beteiligten, ist es wichtig, hier von Anfang an kompetent rechtlich beraten zu werden und zeitnah Entscheidungen herbeizuführen.
Die Kanzlei Hecker-Buschkamp in Bielefeld ist auf familienrechtliche Themen wie elterliche Sorge und Umgangsrecht spezialisiert.

Sorgerecht - das sollten Sie grundsätzlich wissen

Es geht hier um die Sorge und Fürsorge in Bezug auf die Person eines Kindes und dessen Vermögen. Die elterliche Sorge ist ganz überwiegend im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) geregelt, in den §§ 1626-1698b BGB. Umgangssprachlich spricht man einfach vom Sorgerecht. Die elterliche Sorge wird in der modernen Rechtssystematik im Sinne eines verpflichtenden Dienstes der Eltern gegenüber dem schutzbedürftigen Kind gesehen. Ähnliches gilt für das Umgangsrecht, das nicht nur als Recht, sondern als eben solche Verpflichtung zum Umgang mit dem Kind gesehen wird.


Als Elternrecht hat das Sorgerecht eine erhebliche Bedeutung, das sich gegenüber Behörden unmittelbar aus dem Grundgesetz Art. 1 Abs. 3 GG herleitet. Wenn es um die elterliche Sorge geht, sind verschiedene Fälle hinsichtlich der Verbindung der Eltern zu unterscheiden. So unterliegt das Sorgerecht etwa bei ehelichen Kindern im Vergleich mit nichtehelichen Kindern, aber auch während der Ehe im Unterschied zum Getrenntleben/zur Scheidung etwas unterschiedlichen Sichtweisen.

Gemeinsames Sorgerecht - wann gilt es?

In der ehelichen Lebensgemeinschaft ist das gemeinsame Sorgerecht der Regelfall. Die Eltern üben hier die elterliche Sorge gemeinsam und eigenverantwortlich zum Wohle des Kindes aus. Abweichungen vom gemeinsamen Sorgerecht können vor dem Familiengericht beantragt werden, wenn es zu ernsten Konflikten über dessen Ausübung kommt. Dabei steht das Kindeswohl immer als Leitlinie über allen Entscheidungen des Gerichts.


Auch wenn Eltern nicht nur vorübergehend getrennt leben, setzt sich zunächst das gemeinsame Sorgerecht fort. Allerdings gilt für Entscheidungen des täglichen Lebens, dass sie derjenige Elternteil trifft, bei dem sich das Kind aufhält. Das gemeinsame Sorgerecht findet nur Anwendung, wenn es um Entscheidungen geht, die für das Kind erhebliche Bedeutung haben. 


Nicht selten zerstreiten sich Eltern angesichts von Trennung und Scheidung, so dass ein gemeinsames Sorgerecht faktisch nicht mehr durchführbar ist. In diesem Fall wird ein Elternteil das Sorgerecht beantragen. Das Familiengericht hat dann unter Abwägung aller Umstände mit Fokus auf das Kindeswohl eine Entscheidung zu treffen. Kindern ab 14 Jahren kommen gewisse Mitsprache- und Widerspruchsrechte in diesem Entscheidungsprozess zu.


Bei nichtehelichen Kindern ist das Sorgerecht dann ein gemeinsames Sorgerecht, wenn sich die Eltern in einer sogenannten Sorgerechtserklärung dafür entscheiden oder das Familiengericht beiden die elterliche Sorge überträgt. In den letzten Jahren wurden besonders die Rechte der nichtehelichen Väter durch Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte und das Bundesverfassungsgericht gestärkt. Der Gesetzgeber räumt den betroffenen Vätern seit 2013 deshalb die Möglichkeit ein, das gemeinsame Sorgerecht gerichtlich feststellen zu lassen, sollte die Kindesmutter sich der Sorgerechtserklärung verweigern. In der Praxis werden in diesen Bereich viele gerichtliche Auseinandersetzungen geführt.

Elterliche Sorge - mehr als Eltern und Kinder

Sorgerechtsstreitigkeiten haben nicht nur Auswirkungen auf die unmittelbar Beteiligten, sondern beziehen oft weitere Verwandte und Bezugspersonen der Kinder wie Großeltern, Pflegeeltern oder Vormünder ein. Dementsprechend komplex sind sorgerechtliche Verfahren vor dem Familiengericht. Hier kommen im Kontext des Kindeswohls häufig auch Verfahrensbeistände, Umgangspfleger und nicht zuletzt das Jugendamt ins Spiel. Außerdem geht es vielfach nicht nur um die elterliche Sorge. Im Hintergrund sind nicht selten Gewaltschutz-Maßnahmen, Fragen zur Vaterschaft und Unterhaltsstreitigkeiten relevant.


Die Beteiligten kämpfen unter Umständen mit allen Mitteln, auch mit Täuschung, Manipulation und Drohung um das Sorgerecht. Vertrauen Sie sich deshalb erfahrenen Familienrechtsanwälten wie in der Kanzlei Hecker-Buschkamp an, die Sie sicher durch harte Auseinandersetzungen zum Sorgerecht führen.

Die Kanzlei Hecker-Buschkamp - Ihre erste Adresse in Sachen Sorgerecht

Ich vertrete Sie in allen Angelegenheiten der elterlichen Sorge und des Umgangsrechts gerichtlich wie außergerichtlich gleichermaßen engagiert wie umsichtig. Als erfahrene Fachanwältin für Familienrecht bin ich Ihre kompetente Ansprechpartnerin zu allen Fragen des Sorgerechts.