Grundsätzliches zum Ehegattenunterhalt

Die Verpflichtung zur Unterhaltsgewährung ist eine der grundlegenden Verpflichtungen im deutschen Familienrecht. Unterhaltsverpflichtungen bestehen zwischen Eltern und Kindern in beide Richtungen sowie auch zwischen Ehepartnern.

Während der Ehe spielt das Thema regelmäßig keine große Rolle, weil die Unterhaltsverpflichtungen in verschiedenen Formen im Rahmen der gemeinsamen Familienführung erfüllt werden. Bei Trennung und Scheidung streiten die Beteiligten dann regelmäßig über den Unterhalt in Geld als Trennungsunterhalt, beziehungsweise über den Unterhalt nach Scheidung in Geld.

Der Kindesunterhalt ist in diesem Zusammenhang besonders wichtig und auch für den Gesetzgeber von sehr großer Bedeutung.

Ehegattenunterhalt bei Trennung und Scheidung

Die Verpflichtung zur Unterhaltszahlung für einen Ehegatten entsteht in diesem Kontext etwa dann, wenn ein Ehepartner sich um kleine Kinder kümmert und deshalb nicht erwerbstätig sein kann.

Auch bei Krankheiten, Arbeitslosigkeit oder eine besonders langen Ehedauer können beim Ehegattenunterhalt eine Rolle spielen. Manche Ehepartner regeln einen möglichen nachehelichen Ehegattenunterhalt in einem Ehevertrag. Das dürfen sie auch im Rahmen der allgemeinen Vertragsfreiheit.

Ehegattenunterhalt in einer Scheidungsfolgenvereinbarung

Unterhaltsfragen wie Trennungsunterhalt und Unterhalt nach Scheidung können auch in einem nachträglichen Vertrag im Rahmen einer Scheidungsfolgenvereinbarung festgeschrieben werden. Wird nachehelicher Unterhalt neben anderen Scheidungsfolgen in einer solchen Vereinbarung geregelt, ist meist der Weg zu einer einvernehmlichen Scheidung frei. Das spart Zeit, Nerven und Geld.

Berechnung und Probleme beim Ehegattenunterhalt

Trennungsunterhalt und der Unterhalt nach der Beendigung der Ehe werden getrennt betrachtet. Grundsätzlich hat der Kindesunterhalt immer Vorrang vor dem Unterhalt für Ehegatten.
Das ist insbesondere in sogenannten Mangelfällen wichtig.
In diesen Fällen reicht das Einkommen des Unterhaltspflichtigen nicht aus, um alle Unterhaltsansprüche zu decken. Das ergibt sich zum Beispiel oft, wenn ein geschiedener oder getrenntlebender Ehepartner eine neue Familie mit Kindern gründet. Dann sind die Unterhaltsansprüche für die Kinder aus der Ursprungsfamilie und die Kinder aus der neuen Verbindung vorrangig vor den Ansprüchen von Ehepartnern zu befriedigen.


Bei der Berechnung des Unterhalts für den Ehepartner spielen die Umstände des Einzelfalls eine Rolle. Grundsätzlich gilt seit 2008 der Grundsatz der Eigenverantwortung der Partner besonders nach der Scheidung. Auf der anderen Seite kann die Ehedauer eine Rolle spielen und die Tatsache, dass sich die Ehefrau oder der Ehemann ganz der Familie gewidmet hat und so keine eigene Berufstätigkeit entwickeln konnte.

Nachehelicher Unterhalt - verschiedene Formen

Der Unterhalt nach Scheidung tritt in verschiedenen Formen auf. Solche Verpflichtungen können etwa als Betreuungsunterhalt oder Aufstockungsunterhalt vorliegen.

Ersterer ist für die Kinderbetreuung vorgesehen und zunächst auf drei Jahre nach Geburt des Kindes befristet. Der Aufstockungsunterhalt sorgt dagegen für den Ausgleich von Einkommensdifferenzen zwischen zwei berufstätigen Ehepartnern, zwischen deren Einkommen erhebliche Unterschiede bestehen.

Leistungen unserer Kanzlei bei Unterhaltsfragen

Die erfahrene Rechtsanwältin Petra Hecker-Buschkamp ist bei allen Unterhaltsfragen für Sie da. Gleich, ob Sie Unterhaltsberechtigter oder Unterhaltsverpflichteter sind, finden Sie bei uns kompetenten Rechtsrat und engagierte Vertretung Ihrer rechtlichen Interessen. Wir suchen einvernehmliche Regelungen zugunsten unserer Mandanten.

Auch vor Gericht vertreten wir Ihre Interessen sachlich angemessen und mit Engagement. Hier kommt es bei Unterhaltsprozessen auf eine Darstellung der Gesamtumstände und eine sorgsam vorbereitete Argumentationsführung an.

Schließlich muss häufig das Einkommen nicht zahlungswilliger Unterhaltsverpflichteter erst sicher ermittelt und dargelegt worden. Manch ein Betroffener versucht, hier Einkommensquellen zu verschleiern oder sein Einkommen zu Lasten seines Ehepartners „herunterzurechnen.

Unterhaltsfragen sind für die Betroffenen nicht selten existenziell. Warten Sie nicht zu lange, wenn es um Ihre Ansprüche geht. Unsere Kanzlei in Bielefeld ist Ihre erste Anlaufstation wenn Sie um Ehegattenunterhalt und andere Unterhaltsverpflichtungen streiten – dies gilt auch wenn es um die Rechte von Kindern und Jugendlichen geht.